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statements

nika hofmanns in schwarz-weiß und erdfarben gehaltene acrylbilder erinnern an unter mauerschichten freigelegte marmorierungen. farben der natur, ihre vorliebe für graphische muster, für zahlen und ihre faszination für patinierte oberflächen prägen hofmanns stil. die bilder entstehen, indem die künstlerin farbschicht um farbschicht aufträgt und dann wieder abkratzt, bis die einzelnen elemente im einklang schwingen. das ergebnis dieser meditativen technik ist eine kaum strukturierte oberfläche, die bei genauerer betrachtung eine vibrierende dynamik von farbnuancen offenbart.
 
 
hofmanns bilder sind minimalistisch. hervorgehoben werden linien, trennungen und grenzen durch eine unbewusste, vom verstand unbeeinflusste farbgebung, die sehnsucht und emotion ausdrückt. es entsteht eine art beziehung zwischen bestimmung und offenheit, zwischen indikation und imagination, zwischen puristischer strenge und poetischer weite.
 
 
dabei verbinden sich die farben mit der erfahrung, durch die hofmann auf sie gestoßen ist. ihr interesse gilt dem spirituellen effekt - der wirkung der farben auf den betrachter. vergänglichkeit, ruhe und leichtigkeit, sowie das "hier und jetzt" sind themen der spirituellen auseinandersetzung mit den bildern.
 
 
nika hofmann möchte nichts vermitteln. ihr bestreben liegt darin, ihre werke absolut frei zu halten von eigenen emotionen und inneren prozessen. aus dieser leere heraus erhält der betrachter die möglichkeit, eine eigens für ihn selbst erkennbare botschaft in den bildern zu entdecken.

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